21. Texte des Stammbuches George Friedrich Pirscher, einem der Apothekerkunst Beflissenen aus Grünberg, heute Zielona Gora 

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                           Hinweise für den Betrachter 
Nachfolgend die Inskriptionen im Stammbuch des George Friedrich Pirscher,

welcher diese in den Jahren zwischen 1770-1778 in

Güstrow (53), Rostock (12), Vielist (1), Wa(h)ren (2), Grünberg (Schlesien) (5)

und Bützow (3), sammelte. 

(Die Klammervermerke geben jeweils die Anzahl der Eintragungen je Ort an.) 

Die Transkriptionen der Eintragungen wurden von den Autoren und einer hilfsbereiten Seniorin vorgenommen.  

Die in Rot gemachten Seitenangaben beziehen sich auf die Platzierung der jeweiligen Seite im Original-Stammbuch. Leerseiten im Stammbuch wurden nicht aufgeführt.

 

Durch den Erstbesitzer des Stammbuches war den Inskribierenden die freie Wahl der Seite für den eigenen Eintrag (evtl. auch für eine Grafik) überlassen worden. 
Die willkürlich oder auch mit Bedacht(?), von den eintragenden Personen gewählten Seiten, für ihre Inskriptionen, ermöglichen keine direkte Aneinanderreihung nach Kalenderdaten und/oder Orten
 im Original.

Wir fanden es zunächst interessant die Eintragungen

nach fortlaufendem Datum in eine Broschur zu erfassen. Hierbei ließen wir multimodale Aspekte unbeachtet.

 

Zur Erstellung dieser WEB-Seite haben wir uns einige Excel-Tabellen geschaffen, deren Eintragungen einfache und unterschiedliche Sichtweisen

auf den Inhalt des Stammbuches ermöglichen.

So konnten durch uns weitergehende zeitliche und örtliche, sowie ggf. inhaltliche Erkenntnisse gewonnen und ausgewertet werden. 

Vielfach sind die bildlichen Darstellungen von den Texten getrennt geschaffen worden, so dass die Vermutung besteht, dass die Textschreiber nicht auch immer die Zeichner der Bilder waren.

Die hier gewählte Abfolge der Nummerierungen der Seiten entspricht den Seitenangaben des Originals. 

Die Seitenangaben des Originals konnten nur an den unbeschriebenen Seiten als Bleistift-Eintragungen erkannt werden. Die Benennung der beschriebenen Seiten erfolgte unter Beachtung der Auszählung und Zuordnung (links- oder rechtsseitig) der Blattseiten.
 

Eine Sortierung nach

- Eintragsorten,

- ähnlichen Tätigkeiten der eintragenden Personen,

- Nachbarschaft der Eintragungen, 
- Jahreszeiten,
- Geschlecht,
sind von mehrfachem Betrachtungswert, d. h. ggf. in kultureller und sozialer Weise.

Diese aufschlussreichen und allgemeingültigen Überlegungen widerspiegeln die Sinnhaftigkeit der multimodalen Betrachtungsweise, wie sie die polnische Professorin Dabrowska-Burkhardt in ihren o. g. Veröffentlichungen darlegte.

Wir empfanden die Nutzung dieser methodischen Hinweise als sehr hilfreich, um aus komplexen Zusammenhängen detaillierte Erkenntnisse zu gewinnen.    Diesen methodischen Darlegungen werden von uns als hilfreicher Erkenntnisgewinn verzeichnet.   

Dieter Kölpien und Michael Müschner 


 Start der Stammbuchseiten 

Seite 002 ( Anfangsseite jedoch nicht erster Eintrag, hierzu siehe Seite 9!)
  - Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
 - Transkription der vorstehenden Inskription 
 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten    

   
 Freunde!

Die Ihr mir das beste Schicksahl gönnt;

Ihr Freunde!

Die mein Herz noch Eure Freundschaft kennt;

Erlaubt dass ich dis Buch in Eure Hände gebe,

damit der Ruhm von Euch auch bey der Nachwelt lebe;

Ein Deutscher von Geburth liebt deutsche Redlichkeit,

wie aber heißt man jetzt das Wildbret unsrer Zeit?

Seit dem die Politik sich bey uns eingeschlichen,

ist deutsche Redlichkeit fast aus der Welt gewichen:

wie viele stellen sich als Freund und Gönner an,

der soll ein David sein und jener Jonathan;

Jedoch verlangt man dann die wahren Freundschaft Proben,

so ist es weit gefehlt, sie sind längst aufgehoben.

Euch Gönner guter Art schätzt meine treue Brust,

Ihr seid mein Augenmerk und meine Freud und Lust,

Euch wird die Zärtlichkeit ein ewig Angedenken,

das von der Ehrfurcht stammt in meinen Herzen die Freundschaft setzt

und dies da wird durch mich am wenigsten verletzt.

Ich habe Lieb und Treu bis zu den letzten Stunden,

die mir der Himmel gönnt in meiner Brust verbunden;

Schreibt wo es Euch beliebt hier Euren Nahmen ein, 

und dieser soll bei mir der Freundschaft Siegel sein.

Ich würde diese Huld mit vielem Dank erkennen

und mich stets Euren Freund und treuem Diener nennen.


George Friedrich Pirscher
der Apothekerkunst beflissenem,


aus Sommerfeld in der Lausitz gebürtig

   Güstrow in Mecklenburg den 24ten September 1770  

   
Anmerkungen:
Diesen Eintrag auf der Anfangsseite nahm der Eigentümer des Stammbuches George Friedrich Pirscher laut Datierung erst am
 24. September 1770 vor. Zuvor rtfolgten die Einträge auf den Seiten 9 und 7.


 

Seite 003 
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
 - Transkription der vorstehenden Inskription 
 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten

 
Genieße, was dir Gott beschieden,
Entbehre gern, was du nicht hast.
Ein jeder Stand hat seinen Frieden.
Ein jeder Stand auch seine Last.
Willst du zu denken dich erkühnen,
dass seine Liebe dich vergisst?
Er gibt uns mehr als wir verdienen
und niemals was uns schädlich ist



Anmerkung: 
Text ohne Signatur, Ähnlichkeiten mit den Schriftzügen auf Seite 4 weisen auf 
I. E. Paquin Sprachmeister

Seite 004
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
 - Transkription der vorstehenden Inskription 
 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 


Bey rauhen und angenehmen Witterungen, mit einem Wort,
 allzeit Echter Freund

I. E. Paquin Sprachmeister

Güstrow d. 6ten Octob. 1771



 Anmerkung: Isaak Elie… lauten die Vornamen; ergänzt durch die Autoren

Seite 005
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
 - Transkription der vorstehenden Inskription 

 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten
 

Himmel, hast du einen Seegen

der auf Erden glücklich macht,

O! so sey er meinentwegen, 

meinen Freunde zugedacht.

Dies ist mein aufrichtiger Wunsch

Erinnere Dich meiner bey

 Lesung desselben und versichere 

Dich der beständigen Freundschaft

Deines getreuen Freundes und Bruders

 

S. L. Worsoe

 aus Dännemarken

                                                Rostock den 10ten October 1770

Anmerkung:
S. L. Worsoe lebte in der Region Holbeck in Dänemark. Er verstarb am 26.09.1804, war vermutlich Apotheker.

Seite 006 
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription 

 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

Zufriedenheit mein auserwählter Schatz kaum habe ich mich durch deine Güter, mein ganzes Herz gibt deiner Gottheit Platz und spottet murren der Gemüter. was hilft der Gram, der unsere Seele quält, die Kräfte schwächt das Leben kürzer, ich klage nicht wie wohl mir manches fehlt, ein Thor der sich im Kummer stürtzet. Ein heiterer Geist das ist mein bester Ruhm, mich schrecken nicht des Pöbels Träume, ein freies Herz das ist mein Eigentum mein Zeitvertreib sind meine Reime. Ich strebe nicht nach Titeln, Geld und Gut. Was ist so hoch als weise Geister? Was ist so reich als eingesetzter Mut? Des Glückes Herr, des Unglücks Meister. Man nennt mich arm, doch hab ich stets genug, ich wünsche mir kein fettes Erbe, wenn mancher Sohn den Vater niederschlug, so wünsch ich, dass er niemals sterbe. Mein Kleid ist schlecht, mein Beutel klein und leer, mein Bette schmal, mein Zimmer enge, doch mach ich mir das Leben niemals schwer, was sollte mir der Güter Menge. Dort sitzt ein Thor in lauter Überfluss und martert sich durch tausend Sorgen, ihm mangelt nichts wie wohl er darben muss, man sieht ihm oft von ärmeren borgen, ein Thaler bringt mir mehr Ergötzlichkeit als ihm ein geldgefüllter Kasten, der Geizhals darbt und hungert jederzeit und ich Gottlob darf niemals fasten. Zwar weiß die Welt von meinen Namen nicht, kein Zeitungblatt rühmt meine Taten, doch wenn kein Mohr und Perser von mir spricht, ist mir deswegen doch geraten. Kennt mich ein Freund der Witz und Tugend liebt, so darf mich weiter niemand kennen und mir kein Fürst mir Gnaden Gelder gibt, darf ich mich seinen Knecht nicht nennen. Doch hat es mir noch nie an Lust gefehlt, denn Welt und Himmel ist mein eigen. Des Reichen Hand hat mir das Geld gezählt mir täglich meine Lust zu zeigen. Sein Haus und Hof, Staat, Garten, Wald und Feld ihm die Last und mir die Freude und wenn den Namen Herr behält geniessen wirs doch alle bei. Kein Zufall macht mein Herze missvergnügt, kein Ungemach kann mich betrüben, was mich betrifft das hat der Herr gefügt, das lässt sich mein Gemüt belieben. Trifft mich ein Schmerz ganz recht, so soll es sein, die Vorsicht hat ihn mir erlesen. Misslingt ein Wunsch, ich find mich darein, vieleicht ist mir‘s nicht gut gewesen. So wohnt mein Herz in einer Felsenbrust die nichts als Sünd und Laster scheinet, denn bin ich mir nichts Sträfliches bewusst, verlach ich alles was mich dräuet. Da fiele der Bau des Himmels ein und schlüge diese Welt in Stücken, soll’s Fall und Schlag. So herzhaft will ich sein, mich dennoch unverzagt erdrücken.

Anmerkung: 

Einträger unbekannt
Mithilfe von Cla. Klo. Schwerin  konnten Unklarheiten in der Transkription beseitigt werden. Danke dafür! 

Seite 007 
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

- Transkription der vorstehenden Inskription 

- Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

Freund! gönnen Sie dies Bladt
oft einen gütigen Blick,
Und denken dann dabey 
an Ihren Freund zurück.

Joh. Lor. Holsten

Rostock, d 20ten Febr 1770

Dieses soll mein Wahlspruch bleiben,
Red
lich, Fleissig und Vergnügt,
dies soll noch den Sarg beschreiben
wo dereinst mein Leichnam liegt



Die Datierung dieses Eintrags auf der Seite 7 des Stammbuches belegt, dass die Person  
Joh. Lor. Holsten, diesen am 20.02.1770 in Rostock vornahm.
Dieser Eintrag war also ebenfalls noch vor dem Eintrag des Stammbuchhalters
(G. F. Pirscher) erfolgt, der sein Eintragung auf der Seite 2 erst am 24.09.1770 vornahm.

   Seite 009
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

- Transkription der vorstehenden Inskription 

- Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten  


Anmerkung:

Dies ist laut der Datierung der erste Eintrag in dieses  Stammbuch des 
George Friedrich Pirscher

Im Glücke ist die Freundschaft leichter.

Es kostet kaum Gefälligkeiten.

Wenn aber Glück und Wohlfahrt weicht.

Dann sind der Freundschaft Probezeiten.

Erst liebte man allein das Glück.

Man sah auf dessen heiteren Blick.

Ob aber man Personen liebe

das zeigt sich wann der Himmel trübe.

Drum mute mir ja niemand zu

Auf seine Freundschaft stracks zu bauen

schwankt einstens meine Wohlfahrt sich

dann werde ich eure Treue schauen.

Doch wünsch ich unfern Keinem nicht

Das solche Probe eins gebricht.

Mein Wohlsein müsste so bestehen

da ich nicht darf auf Freunde sehen.

Hierdurch empfiehlt sich zu einem beständigen Andenken

eines Colleg Freund Bruders und Dieners


Wiggers aus Wahren

Güstrow d 22. Januar 1770

Symbol:
Mit .........agte ….........???

Anmerkung:
Quelle Deutsches Geschlechterbuch Band 15 S. 481
Otto Ernst Christian Wiggers
geb. in Waren  in Mecklenburg 1738 
gest. Biestow bei Rostock 1812


Seite 011
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription 

 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten  

                                                                              EEDD ?

Die angenehmste Zeit auf Erden

ist wenn man Freunde zählen kann

nichts besser kann gefunden werden

als ein rechtschaffener Freund und Mann

Die Freundschaft muss stets ewig währen

und wenn auch alles auf der Welt

in hundert Tausend Stücken fällt,

so muss man einen Freund doch ehren.

Drum grüne stets in Palmen Kreuzen

und Glück und Heil umhüllen dich

bis längst aus der Erden Kränzen,

als dann erblühen ewiglich

Hiermit empfiehlt sich bestens


H. F. Freyer

Symb: immer zufrieden


Güstrow d. 8. October 1771

 

Anmerkung:

Der Familienname Freyer konnte bis 1771 in Güstrow nicht aufgefunden werden.



  Seite 013
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription 

 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 



Die Zeit
Die Zeit fragte mich nach einer Abrechnung.
Ich antwortete ihr, dass die Rechnung Zeit erfordere;
denn wer, ohne Rechnung zu zahlen, so viel Zeit verloren habe,
könne ohne Zeit keine so große Rechnung machen.
Die Zeit verweigerte mir die Abrechnung, indem sie sagte,
dass meine Abrechnung die Zeit ablehne
und da ich meine Abrechnung nicht rechtzeitig gemacht habe,
wolle ich vergeblich Zeit haben, meine Abrechnung gut zu machen.
Oh Gott, was für eine Rechnung kann so eine lange Zeit nennen.
Und welche Zeit kann ausreichen, um eine solch große Abrechnung zu machen?
Da ich ohne Abrechnung lebe, habe ich die Zeit vernachlässigt.
Ach, bedrängt von der Zeit, bedrängt von der Abrechnung,
sterbe ich und kann keine Abrechnung über die Zeit geben,
da die verlorene Zeit nicht in die Abrechnung eingeht.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Zeit
Die Zeit bittet mich, in mich zu gehen,
Aber ich habe ihr geantwortet, dass das Zeit braucht,
Wer sich keine Gedanken über sich macht, verliert viel Zeit,
Wie soll er ohne Zeit über sich selbst nachdenken?
Die Zeit verbietet es, die Gedanken über sich hinaus zu schieben,
auch wenn sie meint, dass mein Nachdenken die Zeit vergisst
und dass ich mir keine Gedanken über mich gemacht habe,
Halte ich die Zeit für vergeblich, über mich nachzudenken.
O Gott, welche Gedanken über sich kann die mächtige Zeit zählen
Und welche Zeit reicht aus, um so gewaltige Gedanken über sich selbst zu machen.
Ohne über sich selbst nachzudenken, habe ich die Zeit verleugnet.
Aber die Zeit eilt, das Nachdenken über sich vergessen,
ich sterbe und habe nicht an mich in der Zeit gedacht,
Weil die verlorene Zeit niemals von Bedeutung war
. 

Anmerkung:

Die beiden Übersetzungen wurden von Personen unterschiedlichen Alters getrennt voneinander vorgenommen
Die Wiedergabe des oberen Text erfolgte wortgetreu von einer Schülerin, die gerade ein Abitur in Französisch ablegte und der untere von einem pensionierten Lehrer, der längere Zeit im französischen Sprachraum lebte.


 Seite 014

  - Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription 
 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

Ihnen sehr gewogen! zu Diensten

Isaac, Elie Paquin

aus Bützow in Mecklenburg zu Schwerin
Lehrer der französischen Sprache 
     
    Güstrow, d 6 Oktob 1771


Anmerkung:
Übersetzung aus dem Französischen.
In Bützow war zu der Zeit eine Universität Rostock ansässig

Seite 015 

- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

- Transkription der vorstehenden Inskription 

- Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

Dir bleibe nie was du gewünschet aus
Den Überflus, in Ehre, unter Scherzen
Der Freuden Sitz Freund sey in deinen Herzen
Des Glückes Wohnplatz sei dein Haus


Bey  Erblickung dieser Zeilen 
erinnern Sie sich
eines aufrichtigen Freundes 
der sich nennet

Johann
, Peter Schultetus

der Apothekerkunst
 Befl
ssenen  
gebürtig aus Ribnitz in Mecklenburg



Simbolum:
Was sein soll
schickt sich wohl
Nichts von ohngfehr

 

Rostock, den zwölften November 
          im Jahr  1770 

 

Anmerkung:

Johann Peter Schultetus wurde 1746 in Ribnitz geboren. Er war Apotheker und Ratsmann in Teterow.               
   
              

Seite 017 
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
- Transkription der vorstehenden Inskription 
- Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

Anmerkung: 
 
(Entwurf 
Darstellung Bachus und Amor?)
Die mit Bleistift versehende Seitennummerierungen (hier 17) konnten nur durch Auszählung der Seiten festgestellt werden. Die Nummerierungen befinden sich nur auf unbeschriebenen bzw. unsignierten Seiten des Stammbuches.

- Seite 019
- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.
 - Transkription der vorstehenden Inskription 
 -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

So denkt der Heuchler zwar!

Bei seiner Heuchler Tugend!

So lebt er Tag und Jahr!

Im Alter und der Jugend!

Herr! mach du uns selbst von Geitz.

und Heuchlen frey!

So füllt so Kopf (?)  als Herz

nicht leeres Stroh und Spreu


Symbol:

So der Mund
so das Herz

Hierdurch empfiehlt sich zum Andenken

dem Herrn Besitzer dieses Buches, ergebenen Diener


Kegel

Candidat de Pharmacie
gebürtig aus Gerbstadt


 Rostock  d 22. Jan. 1771


Seite 021 

- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription  -  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

 

Wer da in der Welt fort will,

muß meiden Wein und Kartenspiehl

Jungfern und die Tabacks Pfeif,

so hält er, seine Gold Börse steif. 

Bey Erblickung dieser Zeilen

erinnern Sie sich stets eines

aufrichtigen Freundes,

der sich nennt.

               

Johan Heinrich Heuckendorff

       

 gebürtig aus Schwerin im Mecklenburgischen 

der Handlung Beflißnen 


Simbol:

Allens mit Bedacht

                                                           Güstrow, 6 October 1771


Anmerkung:
*etwa 1725.
Heirat mit der Catharina Dorothea Busch (geb. 1725 ) am 07.07.1745 in Groß Laasch in Mecklenburg 
gest. in Schwerin 
Gewürzhändler aus Schwerin. 
(Vater vielleicht 1725 geboren?)

Seite 026
- im Original des Stb. G.F.P.

- Grafik (Blumenstrauß)
Anmerkungen:
Welche Blumen können erkannt werden?

Seite 027

- Inskription im Original-Stammbuches G.F.P.

 - Transkription der vorstehenden Inskription 
-  Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten 

 

Lieben ist nicht wieder Gott,
sonst hät Er‘s nicht erschaffen.
Sündlich kann (?) es auch nicht sein,
sonst ließen es die Pfaffen.
Wär es aber ungesund,
würden es die Ärzte meiden
und tät es erschrecklich weh,
würde es kein Mädchen leiden

Erinnere dich bey  Erblickung dieser wenigen Zeilen,
deines Freundes, der sich so lang er lebt nicht anders bekennt als dein Bruder


                             Christian Albertus Siggelkow,
                                                                  ph
                                           aus Röbel

 

Güstrow d 16. October 1771


 
Anmerkung: 
Christian Albertus Siggelkow, geb. 26.08.1736 in Röbel; Vater war Pfarrer. 
Ein Christian Siggelkow war ab 1742 Güstrower Bürger und Brandweinbrauer.
Der Familienname taucht zuvor nicht in Güstrow auf.

 

Seite 032
- im Original des Stb. G.F.P.
 Anmerkungen: Der Blumenstrauß ist natürlich gezeichnet und nicht fotografiert!!!
(Rose, Vergissmeinnicht, Tulpe und Insekten) 

Seite 033
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription
- Sonstige Informationen zu den Personen bzw. Texten      


Hat ein Gärtner nicht die Macht,

wenn Er in den Garten gehet

und Er eine Blume siehet

dessen Blüte hoch geachtet

und Er eine Blume bricht

darf Er oder darf Er nicht.

Mag Er nicht die Freiheit haben

für sein Sorgen für sein Graben

dass Er eine Rose bricht

darf Er oder darf Er nicht.

Hierdurch empfiehlt sich zum Andenken

dem Herrn Besitzer dieses Buches

ergebener Diener

 

Carl Ludwig Dohrmann

Güstrow 16. October 1771


Seite 035
- im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

 Jehova!

gib, zur Richtschnur unserer Triebe

Religion, Vernunft und wahre Menschenliebe

Zum Andenken wahrer Freundschaft saget dieses

Ihr Aufrichtiger Freund und Diener


 Goepner, Chirurg


Güstrow 21 December 1774


Simpol. 

Ligolut e Dien

Seite 037
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription


Der Weise bleibt sich immer gleich.
Er ist in seiner Lust kein Sklave schöner Tage und stets an innerer Wollust reich.
Was Zephyrs Unbestand, was ihm die Zeit entwand verliert er ohne Klage.

Bei Erblickung dieser Zeilen erinnere dich stets deines aufrichtigen Freundes und Bruders

Arnd Jahn, Chirurg

Güstrow d. 28t Nov. 1775


Anmerkung: Familienname seit 1705 in Güstrow in einer Namenslisten erfasst.
Arnd Jahn seit 1766 Güstrower Bürger.


Seite 039
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription



Das Beste in der Welt schließt nur drei Dinge ein

Gesund, sein eigener Herr und stets vergnügt zu sein.

Zum Andenken empfiehlt sich hiermit ein wahrer Freund

Carl Heinr.  Konow 

aus Schwerin 

                                                               Der Handlung beflissen
                                                  (Anmerkung: Bezeichnung für Kaufmann)


Simbol:
Mein Güstrow lebe wohl
     
                                                       
Güstrow d. 28ten März 1775 .
 

 

Seite 041
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription


Aus jeder Tugend quillt ein lauterer Strom der Freuden
wie Tau das dürre Feld, erquickt er uns in Leyden.
Der Pöbel sieht erstaunt, des Weisen Angesicht
sieht seine Heyterkeit, doch ihre Quelle nicht
die Quelle seiner Lust fließt ohne zu versiegen
den jeder guten Tat folgt göttliches Vergnügen
das über unser Herz mit reiner Klarheit strahlt
und sein endzückend Bild auch auf die Stirne mahlt.

Symbol: Bring ich mir bey nur, dass ich nach Vernunft getan
               höre ich andrer stolzes Bellen mit gelassenem Großmut an
 Hiermit empfiehlt sich meines höchst zu verehrenden Freundes
ergebenster Diener

G.B. Heiligbrod

Güstrow d 28ten Novbr. 1775

Seite 043
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription


Es sind nur auf der Welt
vier angenehme Sachen,

die Dich und Mich, mein Freud, 
vollkommen glücklich machen,

Ein angesehenes Amt,
ein tugendhaftes Weib,
ein mäßig Capital,
und ein gesunder Leib.

Zum steten Andenken
wollte sich hiermit empfehlen

ein wahrer Freund und College

J: F: Schloesfing


Güstrow d. 11. Novbr. 1771
 

Seite 045
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

'
Du willst ein Denkmal von mir  haben; 
hier; Freund! ist meine Hand!  
Sie schreibt des Herzens  ..............
Sey reich aus Glückes Gaben 
Es leite dich der Tugend Band

Zum beständigen Andenken
empfehlet sich hiermit
Ihr aufrichtiger Freund

Joch. Christ. Klitzing

Bützow
d 28. April 1775

 

 

 

Seite 047
- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription



Der Weise kennt die Welt und wird sich glücklich dünken.
Er lacht, wenn alles weint, und steht wenn alle sinken. 
Mit diesen wenigen Zeilen
siegele ich unsere Freundschaft auf ewig.

So leben Sie wohl und denken
stets an Ihren wahren Freund,

der sich empfehlend nennt.

August Koebecke
aus Pommern


Bützow d 28. April 1775 


Seite 049

- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

 

Ein Denkmal fordern Sie von meiner Wenigkeit
Wohlan! Ich bin hierzu mit vieler Lust bereit,
Und da Sie gütig mich der Freundschaft würdig schätzen
So will ich meinen Nahmen hier zum Angedenken setzen. 

So Empfehlet sich aufrichtig
Ihr noch unbekannter Freund
Carl Gustav Kobecke 
aus 
Paculent in vor Pommern 

Bützow  d 28. April 1775

Anmerkung: Paculent, früher Verwaltungsbereich Greifenberg in Pommern

Seite 050

- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

Im Unglück und im Glück Herr deiner Selbst zu seyn  

Lern in der Noth ans Glück, im Glück ans Unglück denken, 

dann wirst Du nie Dich ungemäßigt freuen,
und nie Dich ungetröstet kränken. 

 

Dieses und auch sich selbst empfiehlet 

zur Ausübung und Andenken

dem Herrn Besitzer dieses Buches

 als Eurem  geehrten Freunde

dessen ergebenster Freund und Diener 

 

Wottbrun
Vifimaro-Megapolitanus 

  

Wahren  d 18. October 1773 

Seite 055

- im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

  Bey Güthern die wir stets genießen
  wird das Vergnügen endlich matt
   Und würden sie uns nicht entrissen
   .....(?) fänd ein neu Vergnügen statt? (?)

hiermit empfielet sich ein wahrer Freund
der sich nennt
Chris: Wilh: Hannover
d.s.b. nat.  urenensis
bey der Abreise nach Hamburg

Güstrow d 19  Juny 1775
           






Seite 063

 - im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription


Du trinkest edlen Wein mit mir  

Weil Lentz und Jugend uns noch winken 

O! mein Freund könnt ich so mit dir des Lebens gantzen Becher trinken 

die süßen Tropfen würde ich dann mit süßeren Gefühl genießen 

und auch die bitteren würden dann dein Jahresgang mir versüßen. 

 

Hiermit empfiehlet sich bestens  

Dein aufrichtiger Bruder 
     

                                                           Joh. Michael Farno 
                                                               von Güstrow 

 

Rostock14. Nov.1773 

Anmerkung: Heirat August 1774 

Seite 074

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite 075

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription


Nachbarschaft!

Laßt uns die goldenen Stunden kaufen
Weil noch des Lebens Uhrwerk geht.
Ehe die Minuten schnell ablaufen
und der verzinkte Zeiger steht
Denn nur an einem Blick der Zeit
Hängt Wohl und Weh in Ewigkeit.

Dieses schrieb
zum beständigen Andenken hoch zu Ehren
dem Herrn Besitzer dieses Stammbuches
dessen Freund

Joh. Gottf. Conr. Hering

aus dem Brandenburgischen

Rostock, den 12. November 1770


Anmerkung: Der Familienname Hering wird erstmalig 1644 in Güstrower Namenslisten gefunden. Ein Joh. Gottf. Conr. Hering aus dem Brandenburgischen mag ein Verwandter dieser Großfamilie sein, der selbst nicht durch Geburt oder Aufnahme Güstrower Bürger war.


Seite 078

 - im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

 

Du köstliches Getränk erquickest unser Chor.

Bist noch fürtreflicher und gehst dem Nectar vor.

Der Ganimedes pflegt den Göttern einzuschenken. 

Er empfiehlt Sich zu geneigtem Andenken 
dem H Besitzer dieses Stammbuches 

Dero Selben ergebener Diener

J. E. O. Vogtländer aus Hamburg 

Güstrow
d 3ten Febr.
1777 

Seite 079

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Keine Inskription und Transkription

Seite 081

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Keine Inskription und Transkription

Seite 091

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription









Seite 094

- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

Die Göttin Flora reichet
Dir Freund Pirscher!
diese Kräuter hier.

   O Glück, sich unbeneidet wissen;
Betäubendem Geräusch entrissen,
Sich selbst genug im Stillen seyn!
Und fern von schmeichlerischen Feinden
Dir Tage wenig edlen Freunden.
Dir Schatten seiner Phillis weihn. 

 

Güstrow 7ten Febr. 

Zum Andenken Ihrer Freundin O.M Sturm Leopoldin  

 

Seite 096

- im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

Ein Paar steht hier vergnügt und fühlt das süße Leiden
Das sie die Seele lehrt in seiner Brust mit Freuden
                                                       
                                                       Del: R. E. Sturm

                                                       Arithm: Güstrovicus

Seite 097

 - im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkription

 

                         Du siehst in 
                         dessen Hand, der war, eh du gedacht;  

                        Den Plan zu deinem Glück von Ewigkeit gemacht;  

      Den Plan zum Glück des Wurms, der deinen Krug verschwindet.  

                        Und Nahrung und sein Haus im kleinsten Sandkorn findet. 

 

Zum Steten Andenken empfiehlet sich
Dein 
Dich aufrichtig liebender Freund und Bruder Renatus Ehrenfried Sturm
gebürthig aus Dresden 

 

Güstrow 7ten Feb.1776 



 

        

 

 

Seite 100

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription



Seht doch! He! Seht ihr da nichts steh?
Ach! wird mir doch so wohl zu Muthe
Laßt mich! das Ding muß ich besehn

Schau dein Freund und bleib dir hold

Carl Nicolaus Leopold

Cand. en Pharm:


Güstrow d 7ten Januar 1777

Anmerkung:
Carl Nicolaus, Leopold war verheiratet mit Eva Elisabeth Leopold (Leopoldin), geb. Geisler  

Seite 102

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Ich liebe dich, daß weiß ich,

Du liebst mich daß glaub ich

Ich liebe Dich Drum wünsch ich Dir

liebst du auch mich, so wünsche  auch mir

die  zärtlichen Freuden

die Götter beneiden


Wahl Spruch

die Brüderliche Liebe

Güstrow in Mecklenburg.

den 7 ten März

1774


Zum immerwährenden Andenken

empfiehlet sich hiermit

Dein

Treuer Bruder


Samuel Traugott Pirscher


aus Sommerfeldt in der Niederlausitz

                                                                            gebürtig

Anmerkung: Samuel Traugott Pirscher war zu Besuch bei seinem Bruder in Güstrow 




Seite 103

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Keine Inskription und Transkription


Welche Bedeutung haben die Symbole der Freimaurer im Torbogen?
War George Friedrich Pirscher ein Freimaurer? 










Seite 105

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription
 

O, Freundschaft.

Durch erhabener Triebe,

Dich ehren ist der Menschheit Pflicht,

Du hast die Reitzungen der Liebe,

doch ihre Schmerzen kennst du nicht. 


Denkmal der aufrichtigen Freundschaft

und unvergeßlicher Hochachtung von


O. G. F. H. Engel

d. J. G. G. D.

                                                        aus Kritzkow in Mecklenburg 


Anmerkungen:
Herkunft aus Kritzkovio-Megapolitanus, 
Sohn des Pastors in Kritzkow Joachim Martin Peter Engel. 

getauft: 08.11.1752, gest. 12.04.1813 in Sietow
1773/1774 Student der Theologie an der Uni-Bützow   

O. bedeutet Otto , G. bedeutet Gothofredus,  F. bedeutet Fredericus,  H. bedeutet Henricus
Otto, Gottfried, Friedrich, Heinrich
http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100006140

Seite 106

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Wenn werden denn






Seite 107
- im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription












Seite 109

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription
 

Du Mutter holder Triebe.
O, Freundschaft; Dir zur Ehre, 
dir Freundschaft, nicht der Liebe,
Erschallen unsere Chöre,
und Phillis stimmt mit ein
Doch soll das Entzücken von Phillis Ton und Blicken
nicht mehr als Freundschaft sein? 


Gottlieb Mühlenbruch 

Rostock den 9 ten Januar 1773 


 Anmerkung:

Geburt: 04.03.1741 in Röbel, Vater Stadtsekretär
später Bürger in Rostock und Rathschirurgus (1804)
Heirat: 1770 in Mestlin Dorothea Wend.
1784-1802 Ältester d. Barbieramtes in Rostock.
Tod 13.11.1826 (Kirchbuch Oberhagen und Satow)

 

Seite 115

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription
 

Mein Mädgen, meine Uhr,
worin vergleich ich die?
Die zeigt die Stunden an, bey der vergeß ich sie. 

Hiermit empfiehlt sich zum steten Andenken den Herrn Besitzers dieses Buches ergebenster Diener

Johann Carl Boyen  
aus Treptow an der Tollense

Rostock d. 4. Sep.1773 

 

Seite 119

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription
 

Laß die Liebe dich bewegen,
Dir ein Bräutigam zu zulegen,
daß sie nicht darf ledig stehn.   
Zwar die ist dir wenig mehr
doch verzeih dem schwachen Witze.
Man muss nur von weitem gehn
Es soll dir den Trieb erwahren 
und die süße Lust entdecken
die sich in der Ehe findt.
  Untersteh dich nicht zu fragen
dieses darf kein Mensch nicht sagen,
weil sie sich auf‘s fühlen gründt.
Den Vorschlag must du bald in die Erfüllung bringen
damit du kannst das „sause liebe Nünne“ singen 


Dieses setzte bey  

Der Lauschende

29. Mai  1778 





Seite 122

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription



Liebster Bruder, und wozu

muß der Pfau im Hofe stehn?

Deine Freund wegzuschreien?

"Schwester er versiehts, wie du,

"er bist eigentlich zum sehn

"und will gehöret sein,

Hiermit hat sich zum beständigen Andenken empfehlen wollen

Dein träugesinnter Freund und Diener

Carl: Kniep

Güstrow, d, 24 ten . Martz 1777

Obiges Bild dieser Seite (122) gehört inhaltlich zu zur Seite 123

 

Seite 124
 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Anmerkung: Der Entwurf zeigt eine Stadtansicht an einem Gewässer. Erkennt jemand mehr auf diesem Entwurf?

Seite 128
 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Nicht um Reichtum, nicht um Ehre

bitt ich, bester Vater dich!

Wenn ich Weltbesitzer wäre

ohne Gott, wie arm wär ich!


diese wenigen Zeilen wollte den Herren

Besitzer dieses Buches
zum steten Andenken empfehlen,
dessen aufrichtiger Freund

 

Wilhelm Joch: Perdes


Güstrow d. 1. Juny 1977

 

Was von den Menschen lebt

ist Weisheit und Verstand

und Kunst und Wissenschaft

das andere deckt der Sand

 

Seite 129

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Für Zank Streit und Hader

Für Doctor, Barbier und Bader

Für Advokaten und Büttels Brodt

Behüte dich der liebe Gott

Und hiermit Empfehlet sich

Zum Beständigen Andenken

Dein wahrer Freund & Bruder


Johan Friderich Glaser aus Wismar


Güstrow A: 1774

d 21 X ten(?)


Anmerkungen:
(Erst mehrere "Anläufe" führten zur Erstellung dieses Textes.
Die Datierung ist nicht sicher!)

Johan Friederich Wilhelm Glaser *15.08.1749 -Wismar, +24.10.1802 - Stralsund, verheiratet mit Christiane Dorothea Spalding * 10.11.1771 - Güstrow, + 19.03.1827 Stralsund.
Tochter Friederike Glaser * 1797 -Stralsund, + 1860 -Stralsund

 Seite 130

 - im Original des Stb. G.F.P.

- Inskription und Transkriptional des Stb. G.F.P.

 

          Verertster Freund DIR wünscht mein Herze,

 So viel heil und wohlergeh'n

Als in allen Apotheken 

Gläser, Flaschen Büchsen steh'n.

           hiermit hat sich bestens empfehlen wollen 


Johann Ternant


Aeltester des Amt der Schmiede

&

Jüngsten der Schützen Zunft


Güstrow, den 7 ten April

im Jahre 1777

Simbolum

Semper Lustig

numquam Traurig

 

Seite 131

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription
Anmerkung:
Dies Bild ist dem Text von Seite 130 zuzuordnen.


Seite 133

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription


Wer Äpfel schält und sie nicht isst
bei Jungfern sitzt, und sie nicht küsst
beim Weine sitzt und schenkt nicht ein
der muss gewiss vom Holze sein

Hiermit empfiehlt sich zum steten Andenken
dero ergebener Freund welcher sich nennt
Ernst Rudolph Tranen.
Administrator

Güstrow d 24 October 1771


Anmerkung:
Ernst Rudolph Tranen wird nicht in Güstrower Bürgerlisten
ge
führt, wie auch der Familienname Tranen nicht.
(Wa(h)ren ist daher als Ort seiner Herkunft schlüssig-


Seite 134

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription







Anmerkungen:






Seite 139

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Donner, Blitz und alle Feinde Trennen unsere Freundschaft nicht.

Denn wir sind und bleiben Freunde bis die Welt in Stücke bricht.


Simbolum:
Je krümer Holz
Je bessere Krück
Je ärgerer Schalck
Je besseres Glück

 

Dies ist mein aufrichtiger Wunsch

erinnern Sie sich meiner bey Lesung desselben
und
versichern sich der beständigen Freundschaft

Ihres getreuen Freundes.    


J.C. Beilfuß


                                                   Güstrow den 27 ten October 1771



Anmerkung: Johann Christian Beilfuß,
geb. 1749, gest. 02.04.1818 in Wismar,
69 Jahre, Rahts
apotheker      

Seite 147

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 148

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 149

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 150

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription




Seite 151

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Seite 152

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

Wie glücklich lebt ein Medicus 

der seine Kunst versteht

er ist ja allzeit ohne Verdruß

wenns andern Übel geht, 

Ihn zahlt der Jude

ihn zahlt der Christ

Ihn zahlt der wilde Renomist

von stärkeren überwunden

ihm zahlt der Mann, ihm zahlt das Weib

so ihr der aufgeschwollne Leib

von seiner Lust entbunden. 


Liebster Bruder hiermit empfiehlet
sich zum beständigen Andenken

ein alter aufrichtiger Bruder und .................  
W: F: Freyer 
aus der Prignitz

 

Simbol
Lustig gelebt, selig gestorben

hat dem Deufel sein Concept verdorben.

Rostock d 13. Febr. 1773 


 



 

Seite 153

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

Es bettle wer da will des Glückes eitle Gaben.

Nur gros im Wunsch, klein im Genuß 

von mir soll es nur diese bitte haben 

gleich fern vom Noth und Überfluß


Hiermit empfiehlet sich zum immer währenden
Andenken ein aufrichtiger Freundt und Bruder

 


Hinr. Römer Mecklenburgensis



Simbol:

Nichts von ohngefehr

 

Rostock d 13 ten Febr 1773 


Seite 163

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription










Seite 164

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription









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- Inskription und Transkription









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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 171

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription














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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription












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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription






Anmerkung: geb. 6.7.1748 in Brüel-Sülten, Sternberg

Seite 181

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription










 

 

 

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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription

 

 

 

 

 

 

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- Inskription und Transkription








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 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription









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- Inskription und Transkription












Seite 222

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 223

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- Inskription und Transkription

Seite 228

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Anmerkung:
Johann Friedrich Freese heiratet am 02.03.1774 in Güstrow
Seine Frau Charlotte  Dorothea  Freese(n), geb. Vogt.
Der Vater war Kauf- und Handelsmann
Siehe Seite nächste Seite 229 .


Seite 229

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Anmerkung:
Kauf- und Handelsmann, geheiratet 02.03.1774  in Güstrow. (Siehe Seite 128)


Seite 231

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- Inskription und Transkription

Seite 239
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- Inskription und Transkription

Seite 244

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- Inskription und Transkription

Seite 257

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 260

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 261

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 263

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 265 

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- Inskription und Transkription

Seite 267

 - im Original des Stb. G.F.P.
- Inskription und Transkription

Seite 285

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Seite 308

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