4.5 Währtend des Ersten Weltkrieges existierte ein Kriegsgefangenenlager bei Güstrow

Über das Leben im Kriegsgefangenen-Stammlager
Großer Bockhorst bei Güstrow

Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche  Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete  Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um

Von 1914 - 1918 existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangene betrug 67000. (Insgesamt wurden im 1. Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. Von 1930 -1945 wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der  Sowjetarmee, später (ab 1949) teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft  für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.

Seit 1989 - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.

Das Ende des I. Weltkrieges und die Rückkehrt in die Heimatländer

Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instand gesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.

Weitere Details wie Publikationen, Bücher, persönliche Berichte und Erinnerungen, Zeitungsartikel, finden Sie auf der WEB-Seite Texte und Quellen (guestrow-history.de).

Zustand des Denkmals 2020