4.7 Über Namensgeber von Straßen, Plätzen, anderen Stätten und Gemeinschaften in Güstrow

In dieser Stelle beschäftigen wir uns mit Personen, deren Namen die Güstrower Stadtverwaltung oder Gemeinschaften der Stadt für die Benennung von Straßen, Plätzen, städtischen Einrichtungen und Ereignissen auswählten. Die Personennamen zahlreicher Straßen wurden durch zeitgeschichtliche Umbrüche mehrfach geändert oder gingen durch bauliche Maßnahmen verloren. Unsere Ausführungen beziehen sich auf die im Jahre 2013 geltenden Benennungen.

Frühere Namen von Straßen und deren Ansichten können Sie auf der folgenden WEB-Seite finden  Strassen & Plätze (guestrow-history.de)

Die meisten Ortsbeschreibungen und Datumsangaben übernahmen wir mit Zustimmung des Verfassers Jochen Peters, aus dessen unveröffentlichten stadtgeschichtlichen Aufzeichnungen.

Herr Jochen Peters ist seit langem in seiner Freizeit u. a. mit der Erforschung von Flurnahmen in und um Güstrow beschäftigt.

Wir haben durch die Einrichtung von Linkverbindungen zwischen den Personennamen und dem Internet umfangreiche biographische Übersichten sofort nutzbar gemacht.  

Besuchern dieser Seite empfehlen wir auch das "Güstrower Lexikon" von Reinhard Thon, veröffentlicht im Verlag Reinhard Thon. Schwerin, IBN 3-937515-17-8 zum Nachlesen.   

Nachfolgend Kopien von früheren Textbeiträgen der Schweriner Volkszeitung über Straßen und Plätze Güstrows

 Die Bezeichnung der heutigen „Liebnitzstraße“ und „Liebnitzbrücke“ geht auf den Flurnamen der Nebelniederung „Liepnitz“ zurück, deren Wortursprung im Slawischen zu finden ist (von Lipa = Linde).

 Anhand historischer Belege lässt sich die Flurbezeichnung bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen:

1445 – an der Liepnitz (Stadtverlassbuch)

1448 – an der Liepnitz (Stadtverlassbuch)

1549 – up der Lippenitze (Stadtverlassbuch)

1611 – bey der Liepenitze (Stadtverlassbuch)

(Quelle: Wilhelm Mastaler, „Alte und neue Straßennamen der Stadt Güstrow“, 2007) 


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Dr. Ernst Alban (1791-1856)

Dr. E. Alban wurde am 7.2.1791 in Neubrandenburg geboren und starb am 13.6.1856 in Plau.

Er war von 1838 bis 1840 Mitinhaber der Güstrower „Eisengießerei und Maschinenbauanstalt“. 1839 konstruierte und baute er für die Plauer Tuchfabrik ein 30 PS Hochdruckdampfmaschine. Ausführlich im Mecklenburg  - Magazin 1991, Nr. 3, Seite 7 – 10. 

A l b a n s t r a ß e

Sie zweigt als erste Straße rechts vom Heideweg ab und verbindet diesen mit der Dr.– Külz – Straße. Die Benennung erfolgte 1957 zur Ehrung des mecklenburgischen Maschinenbauers Dr. Ernst Alban (1791 – 1856).

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Ernst Barlach (1870-1938)

Ernst Barlach ist Ehrenbürger der Stadt Güstrow.

Die Stadt Güstrow änderte im Jahre 2006 die Hauptsatzung der Stadt.

Im Absatz 1 ist formuliert: Die Stadt führt die Bezeichnung "B a r l a c h s t a d t".

In Güstrow befinden sich:

 E r n s t - B a r l a c h - S t i f t u n g  mit Einrichtungen im Heidberg und in der Gertrudenkapelle.

Barlach schuf die meisten seiner Werke in seinen Güstrower Ateliers. Seinem Wunsch entsprechend bemühte sich seine Lebensgefährtin Marga Böhmer intensiv um die Nutzung des sakralen Raumes der Güstrower Gertrudenkapelle als Aufstellungsort für einige seiner Plastiken.

E r n s t - B a r l a c h -T h e a t e r

Am 01.09.1957 wurde das Güstrower Theater nach einer mehrjährigen Renovierung als Ernst-Barlach-Theater wiedereröffnet.

B a r l a c h w e g

Am Weg entlang zum Inselsee wurden Birken gepflanzt, daher rührte die Benennung  „Birkenweg“. Nach 1945 wurde der Weg in Barlachweg umbenannt.

 

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August Bebel 

A u g u s t – B e b e l – S t r a ß e 

Sie wurde 1981 erbaut und nach A. Bebel ( 1840 – 1913 ), Mitgründer und einer der Führer der Sozialdemokratie, benannt

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Wilhelm Beltz (1890-1961)

Wilhelm Beltz wurde 1890 in Mainz geboren, 1909 Eintritt in die Armee, aktiver Offizier, 1911 Leutnant in Rostock, Teilnahme am 1.Weltkrieg, nach Ende des Krieges nahm er seinen Abschied als Hauptmann, dann Tätigkeiten in der Industrie und landwirtschaftlichen Organisationen, 1928 Direktor des Arbeitsamtes in Güstrow, 1930 - 1933 Geschäftsführer des "Mecklenburgischen Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes" in Güstrow, erhebliche und andauernde Differenzen mit der NSDAP, dann Handelsvertreter in der Landwirtschaft, im September 1944 mit der Bildung des Volkssturms, als Verwalter der Waffen eingesetzt, nahm am 1. Mai 1945 telefonischen Kontakt zur vom Osten über Lalendorf und Plaaz anrückenden Roten Armee auf und führte am 1./2. Mai 1945 in der Poststelle Plaaz zusammen mit der ukrainischen Dolmetscherin Slata Kriwussjowa erfolgreiche Verhandlungen zur kampflosen Übergabe der Stadt, welche dann in den Abendstunden des 2. Mai erfolgte. Für diese mutige Tat wurden beide Ehrenbürger/inn der Stadt Güstrow. Vom 11. Mai bis 10. August 1945 war B. als Landrat des Kreises Güstrow eingesetzt, danach in verschiedenen amtlichen Stellungen in Schwerin und Berlin tätig. Wilhelm Beltz verstarb 1961 im Rheinland.

W i l h e l m – B e l t z – W e g

Den Namen erhielt der Weg zur Erinnerung an Wilhelm Beltz, der im Mai 1945 maßgeblich, gemeinsam mit der Dolmetscherin Slata Kriwussjowa (später Kowalewskaja), an der kampflosen Übergabe der Stadt an die Rote Armee beteiligt war.

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Hans Beimler (1895-1936)
Hans-Beimler-Straße
in der Südstadt .

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Robert Beltz (                   )
R o b e r t – B e l t z – S t r a ß e

1935, auf dem „Hypothekenberg“ als „Hüsung“ angelegt, wurde sie 1945 nach Robert Beltz (1854 – 1942), Geschichtsforscher Mecklenburgs, umbenannt.

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Heinrich Benox (                   )

Leserbrief der Autoren dieser WEB-Seite an die die Schweriner Volkszeitung mit dem Ziel, eine Ehrung für den ehemaligen verdienstvollen Stadtsekretär Heinrich Benox zu erwirken.

Chronik eines Antrages an die Stadtväter auf Ehrung des Herrn  Heinrich Benox durch die Stadt Güstrow

Sehr geehrter Herr Eckhard Rosentreter,

als wir im Sommer 2005 die Ausstellung des Güstrower Stadtarchivs zum Leben und Wirken von Heinrich Benox  verließen, stand für uns fest, dass die höchst ehrenvolle und äußerst beharrliche Arbeit dieses Mannes die höchste Anerkennung durch die Bürger der Stadt Güstrow verdient und die gemeinsam vom Stadtarchiv mit dem Sohn und einem in Güstrow lebenden Enkel des Herrn Benox gestaltete Ausstellung  für uns Anlass gab, diesbezüglich tätig zu werden.

So schrieben wir am 04. Juli 2005 sehr ausführlich an den Bürgermeister und machten den Vorschlag, Herrn Heinrich Benox postum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen und anlässlich der 140. Wiederkehr seines Geburtstages, am 10. November 2006, dem Weg vom Goetheplatz über die Wallanlagen in Richtung Hageböcker Straße seinen Namen zu geben.

Einen gleichlautenden Brief sandten wir am 15. Juli 2005 per E-Mail an die Damen und Herren Stadtvertreter, um unserer Anliegen mit deren Unterstützung entscheidenden Nachdruck zu verleihen.

Da wir bis zum 18.08.2005 keine Information aus dem Rathaus erhielten und deshalb fernmündlich Nachfrage zum Bearbeitungsstand beim Sekretariat des Bürgermeister hielten, erfuhren wir von Frau Zimmermann, Stadtentwicklungsamt, Abt. Marketing, Kultur und Tourismus, dass der Bürgermeister eine Zwischennachricht an uns am 01.08.2005 unterschrieben hätte.

Obwohl auf unserem Brief an den Bürgermeister eine E-Mail Adresse mitgeteilt wurde, bekamen wir erst nach dieser Nachfrage am 18.08.2005 per E-Mail von Frau Zimmermann die Nachricht zugesandt, in der uns der Bürgermeister für die konkreten Vorschläge dankte und diese in der Verwaltung geprüft würden.

Am 19.09. 2005 erhielten wir per Fax die vom Bürgermeister am 12.09. 2005 unterschriebene folgende Mitteilung,

Zitat „…Ihr Antrag wurde im Hauptausschuss am 01.Setember behandelt. Im Ergebnis hat dieser beschlossen von einer Ehrenbürgerschaft postum für Herrn Heinrich Benox abzusehen. Der Ausschuss für Jugend, Schule, Kultur und Sport wurde beauftragt, eine Form der Würdigung der Leistungen von Herrn Benox zu prüfen und diesen Vorschlag dem Hauptausschuss vorzulegen. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule, Kultur und Sport findet am 19. September statt, ich werde Sie entsprechend über den Stand informieren“. ( Zitat Ende).

Diese Zwischenantwort veranlasste uns, dem Bürgermeister Schuldt und dem Stadtpräsidenten Wolf am 07.10.2005 wiederum zu schreiben und unser Bedauern darüber auszudrücken, dass es über die Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Heinrich Benox im Haupausschuss eine Geringschätzung seiner Verdienste geben würde und der ehemalige Reichstatthalter und Gauleiter von Mecklenburg, Friedrich Hildebrandt, der wegen seiner Untaten gegenüber amerikanischen Fliegern zum Tode verurteilt wurde, noch in der Liste der Güstrower Ehrenbürger steht.

Da es nach diesem Briefen bis Ende November keine weitere Mitteilung aus dem Rathaus gab, meldeten wir uns zu einem Gespräch beim Stadtpräsidenten Herrn Wolf an, welches zunächst am 22.11.2005 stattfinden sollte, dann jedoch auf Bitte des Stadtpräsidenten auf den 06.12.2005 verlegt wurde.

Dieses Gespräch fand in vollständiger Übereinstimmung darüber statt,

dass

- eine Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Friedrich Hildebrandt kurzfristig auf der Grundlage der Satzung über die Ehrenbürgerschaft durch einen Beschluss der Stadtvertretung wegen der klaren Sachlage schnellstens herbeigeführt werden wird.

- die Stadtvertretung die Entscheidung über die Ehrenbürgerschaft für Heinrich Benox zu treffen habe und die Beratung im Hauptausschuss der endgültigen verantwortungsbewussten Entscheidungsfindung durch die Stadtvertretung lediglich vorausgegangen sei.

- über eine angemessene Würdigung Heinrich Benox nun sehr schnell entschieden werden könne, da mehrere geeignete Vorschläge innerhalb des Rathauses bekannt seien.

Wir erklärten zum Gesprächsende, dass wir entschlossen seien, diesen Standpunkt  auch in einer Fragestunde der Stadtvertretersitzung am 08.12.05 vorzutragen.

Der Stadtpräsident versicherte, dass er seinerseits die Gelegenheit wahrnehmen würde, unsere gemeinsame Ansicht vor den Stadtvertretern darzulegen und eine zügige Herbeiführung der Beschlüsse erwirken wird.

Am 08.12.05 rief uns Frau Behn vom Büro des Stadtpräsidenten an und teilte uns mit, dass Herr Wolf  leider an der Stadtvertretersitzung nicht teilnehmen könne, jedoch am 14.12. 05 die Gelegenheit hätte den Stadtvertretern unseren Standpunkt vorzutragen.

Wir gehen davon aus, dass die Stadtvertreter durch den Stadtpräsidenten zur Entscheidung in dieser Angelegenheit aufgefordert wurden.

Das heißt konkret, dass die Verwaltung und der Hauptausschuss ihre vorbereitenden Prüfungen zum Abschluss bringen und entsprechende Beschlussvorlagen auf den Tisch der Stadtvertreter gelegt werden.  

Uns wurde in dem Gespräch mit dem Stadtpräsidenten bekannt, das es einen Vorschlag aus der Stadtverwaltung gäbe, der  vorsieht, das Archiv der Stadt Güstrow mit dem Namen Heinrich Benox zu verbinden.

Eine Umbenennung des Stadtarchivs Güstrow in  Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“

findet unsere Zustimmung und brächte in einfacher und wirkungsvoller Weise die Wertschätzung für das Lebenswerk dieses verdienstvollen Mitbürgers durch die Güstrower Bürger zum Ausdruck.

Diesen Standpunkt brachte wir in unseren nochmaligen Schreiben an Bürgermeister und Stadtpräsidenten am 15.01.2006 zum Ausdruck.


In diesem Brief teilten wir  auch mit, dass auch weitere nachstehend genannte Bürger eine solche Namensgebung für das Archiv der Stadt Güstrow nachdrücklich unterstützen:

Herr Adolf Neumann, Verwaltungsleiter Krankenhaus i.R.

Herr Kurt Zimmermann,

Herr Prof. Dr. Friedrich Lorenz, Hochschullehrer i. R.

Herr Manfred Eickmann, Elektromeister i. R.

Herr Prof. Dr. Ralf-Jürgen Girbig, Hochschullehrer i.R.

Frau Ramona Haase, Germanistin und Anglistin

Herr Rainer Benox, in Güstrow lebender Enkel des Heinrich Benox,

Frau Gisela Scheithauer, Diplomlehrerin i. R.

Herr Manfried Scheithauer, Diplomlehrer i. R.

Letzte Information zu unserem Antrag erhielten wir nun durch die Veröffentlichung Ihres Beitrages über die Sitzung des Hauptausschusses vor wenigen Tagen aus SVZ.

Die banale Stellungnahme des Abgeordneten Dr. Gerhard Jacob (GWL) gegen den Vorschlag des Ausschusses für Jugend, Schule, Kultur und Sport, (dieser sieht vor, dem Archiv den Ehrennahmen „Heinrich Benox“ zu verleihen) mit der Begründung, er sei in sofern „irreführend“, weil es sich bei dem Archiv nicht um das Archiv des Herrn Benox handele, sondern eine „offizielle Einrichtung“ der Stadt sei, und dazu passe der Name einer Person nicht, ist mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Nur sehr weltfremde Mitbürger kämen bei den nahezu 60 Namensgebungen für „städtische Einrichtungen“ in Güstrow auf den Gedanken, das diese der Person gehören, dessen Ehrennamen sie auf der Grundlage „offizieller“ Beschlüssen der Stadtvertretung tragen dürfen.

Die Beweggründe des Bürgermeisters, der ebenfalls gegen den Vorschlag der Namensgebung stimmte, berührt uns peinlichst, wir können ihn nicht nachvollziehen. Sein Vorschlag, eine kleine Plexiglastafel zu beschriften, liegt noch unter dem Niveau des Vorschlages des Abgeordneten Weber, der wenigstens noch ein Türschild aus Messing  für Benox für angemessen hielt.

Wir hoffen noch, dass sich die bekannt gewordenen ablehnenden Meinungen nicht durchsetzen.

Wir fordern die Stadtvertreter auf, sich eindeutig für die Namengebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“ einzusetzen. Mit einer Ablehnung des Vorschlages würde nicht nur die sehr geeignete Ehrung eines verdienstvollen Mitbürgers unterbleiben, sondern auch das Ansehen der Stadtvertretung ein weiteres Mal leiden.

Auf der großen freien Fläche an der Ostseite des Archivs könnte eine Beschriftung, ähnlich der, wie sie seit einiger Zeit an der Uwe Johnson Bibliothek angebracht ist, erfolgen. Damit würde außerdem das sehr  versteckt gelegene Archiv besser von  Besuchern gefunden werden.

Wenn auch die Bezeichnung solcher „offiziellen Einrichtungen“, wie „Uwe Johnson Bibliothek“, „Barlachstadt Güstrow“ oder künftig, Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“, einen Abgeordneten Jacobs in die Irre führen, dürften sie von der übergroßen Mehrheit der Güstrower und der Besucher der Stadt richtig gedeutet werden.

Es geht in der Stadtvertretersitzung am 16.02.05 ganz einfach darum, ob die Stadtvertreter sich in angemessener würdiger Weise für die Namensgebung einer Stätte  entscheidet, zu dessen archivarischem historischen Reichtum Heinrich Benox einen sehr großen Beitrag in 50-jähriger hingebungsvoller Tätigkeit für die Stadt geleistet hat.

Mit freundlichen Grüßen 

Dieter Kölpien    Gernot Moeller

 

Dieser  Brief erschien ungekürzt in der SVZ vom 16.02.06 

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Besser, Friedrich (1771-1864)

Besser war seit 1796 an der Domschule als Lehrer tätig und wurde 1810 deren Direktor. Besondere Verdienste erwarb er sich mit der Erarbeitung und Einführung der Schulordnung, Lehrpläne und der Abiturientenprüfung,  aber auch durch seine „Beiträge zur Geschichte der Vorderstadt Güstrow“.

B e s s e r s t r a ß e
Die Benennung erfolgte zur Ehrung des hiesigen Gymnasialdirektors Prof. Johann Friedrich Besser (1771 –  1864).     

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Karl Beyer (1838 - 1903)

Senator Karl Beyer lebte von 1838 bis 1903 in unserer Stadt. Er war Mitglied  des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.

S e n a t o r - B e y e r -  W e g

Der Weg wurde auf Anregung des Senators Karl Beyer 1935 als Richtweg von der Neuen Straße in nördlicher Richtung zum Friedhof angelegt. Er führt auf den südöstlichen Eingang des Friedhofs (Sankt Jürgens-Weg).

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Wilhelm Bever sen. (1860 - 1938)

Wilhelm Bever sen., Vorstandsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, übernahm den Vorsitz nach schwerer Erkrankung seines Vorgängers und wurde im Frühjahr 1914 zum Vorsitzenden gewählt.

Bever wurde am 23.08.1925 auf dem XXX. Mecklenburgischen Feuerwehrtag zum Landesvorsitzenden gewählt.

und am 27.11.1926 und am 25.03.1928 jeweils wiedergewählt.

Ihm zu Ehren wurde die Zufahrtstraße zum Standort-Nord der FFw anlässlich des Bundesfeuerwehrverbandstages am 07.11.2009 als

L a n d b r a n d m e i s t e r - B e v e r- S t r a ß e  durch den Bürgermeister Arne Schuld eingeweiht. 

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 Philipp Brandin (1535-1594)

 P h i l i p p – B r a n d i n – S t r a ß e

Diese Straße hieß bis 1953 Kleine Schlossstraße und entstand etwa 1607. 1953 erhielt sie den heutigen Namen zu Ehren des niederländischen Baumeisters und Bildhauers Philipp Brandin. 

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 John Brinckman (1814-1870)

John Brinckman wurde 2014 Ehrenbürger der Stadt Güstrow
John Brinckman (3.7.1814 – 20.9. 1870) war plattdeutscher Dichter und seit 1849 Lehrer in Güstrow. J o h n - B r i n c k m a n - G y m n a s i u m

hieß vor 1934 Realgymnasium und Realschule der Stadt Güstrow, vor 1937 Staatl. Reformrealgymnasium "John Brinckman", vor 1941 John-Brinckman-Schule - Oberschule für Jungen, vor 1945 Vereinigte John-Brinckman-Schule und Domschule, vor 1967 John-Brinckman-Oberschule und vor 1992 EOS "John Brinckman" auch bekannt als John-Brinckman-Schule

06.02.1990 Gründung der J o h n  B r i n c k m a n  G e s e l l s c h a f t  e. V. in Hamburg.

Am 28.05.200 Verlegung des Sitzes nach Güstrow. Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Güstrow.

J o h n - B r i n c k m a n - B r u n n e n (Voss un Swinegel)
Die J o h n  - B r i n c k m a n  - S t r a ß e zweigt von der Schweriner Str. in Richtung Süden ab.

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Otto Friedrich Wilhelm Dahse (1839-1921)

Bürgermeister Dahse ist Ehrenbürger der Stadt Güstrow. 

Ernennung 09.05.1919, anlässlich seines Ausscheiden aus dem Rate der Stadt Güstrow nach 53-jähriger Wirksamkeit.  Seit 09.05.1866 Senator, 04.07.1870 Bürgermeister, 19.03.1892 Geheimer Hofrat, 15.01.1919 im Ruhestand. Auf dem Güstrower Friedhof befindet sich das Ehrengrab von Bürgermeister Dahse

B ü r g e r m e i s t e r – D a h s e – S t r a ß e 

Sie erhielt den Namen nach Otto F. W. Dahse, der von 1870 bis 1919 ein verdienstvoller Bürgermeister der Stadt war und am 09.05.1919 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Die Grabstätte auf dem Güstrower Friedhof ist zum Ehrengrab bestimmt worden und ist somit ein Denkmal. 

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Georg Demmler (1800 - 1886)

D e m m l e r s t r a ß e

Die Straße wurde 1934 mit den geteilten Namen Danziger Str. und Saarstr. angelegt und

1956 nach dem Baumeister des Güstrower Theaters, Georg Adolf Demmler ( 22.12.1800 –              2.01.1886 ) umbenannt.

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Fritz Heinrich Theodor Ludwig Dettmann (1880-1965)

D e t t m a n n s d o r f, Güstrower Stadtteil, benannt nach dem Güstrower Unternehmer Fritz Dettmann, um seine Verdienste um den Bau der ersten Arbeitersiedlung Mecklenburgs zu würdigen.

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Friedrich Engels (1820-1895)

Friedrich Engels wurde am 28. November 1820 in Barmen, Preußen in einer wohlhabenden Familie geboren. 

Friedrich Engels  und  Karl Marx, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband, waren die bekanntesten deutschen Sozialphilosophen. Ihre bekannteste gemeinsame Arbeit  war das Kommunistische Manifest .

Friedrich Engels starb am 5. August 1895.

F r i e d r i c h – E n g e l s – S t r a ß e

Den Namen erhielt sie nach dem Arbeiterführer Friedrich Engels (1820 –1895) 

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Fürst Niklot (1090-1160)

N i k l o t s t r a ß e

Die 1927 angelegte Niklotstraße, die bei ihrem Ausbau, um etwa 1935, den Namen „ General – Litzmann – Straße“ erhielt, wurde 1945 nach dem slawischen – werleschen  Stammesfürsten Niklot umbenannt.

Z u m N i k l o t s t a d i o n

In einem kleinen Waldstück an der Stadtgrenze nördlich der Glasewitzer Chaussee befinden sich die roten Backsteingebäude der Sportschule des Landessportbundes M-V.

Das Stadion und ein Gasthaus wurden von dem Arbeitersportkartell Güstrow e. V. errichtet.

Am 10.10.1934 erfolgt die Zwangsversteigerung des 1933 enteignete „Stadions des Arbeitersportkartells Güstrow e.V.“ Die Güstrower Feuerwehr erwarb das Sporthaus zum Preis von 20.000 RM. Nach Um- und Ausbau des Hauses zur Mecklenburgischen Landesfeuerwehrschule erfolgt die offizielle Eröffnung am 23.10.1938. Nach 1945 Sportschule.

Nach der Wende Sportschule des Landessportbundes M-V. 

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Maxim Gorki (1868-1936)

G o r k i w e g, Benennung um 1961 nach dem russischen Dichter Maxim Gorki (1868 – 1936) 
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Walter Griesbach (1902-1943)

Walter Griesbach

W a l t e r – G r i e s b a c h – P l a t z

 Der Platz liegt im Nordwesten der Stadt. Walter Griesbach war ein Antifaschist.

 

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Gerhard und Lucas Hagemeister 

Gerhard und Lucas Hagemeister waren Bürgermeister von 1615 bis 1630 bzw. von 1641 bis 1664, ihnen zu Ehren wurde die Verbindungsstraße zwischen Ulrichstraße und Elisabethstraße benannt.

H a g e m e i s t e r s t r a ß e

Die Benennung erfolgte nach den Bürgermeistern Gerhard Hagemeister und Lucas Hagemeister 

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Dr. Heinrich G. Hansen (1736-1819)

H a n s e n s t r a ß e,  Benennung erfolgte 1861 nach Senator Dr. Heinrich G. Hansen ( 1736 –1819 )

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Herzog Ulrich III. (1527-1603)

Herzog Ulrich 

U l r i c h p l a t z (angelegt 1891)  und  U l r i c h s t r a ß e

Benennung erfolgte zu Ehren des Güstrower Herzogs Ulrich von Mecklenburg.

Herzog Ulrich ließ das Renaissance-Schloss Güstrow erbauen.

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Herzogin Elisabeth (1524 - 1586)

Herzogin Elisabeth (14.10.1524 - 15.10.1586) Tochter des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen, Witwe des Herzogs Magnus III. von Mecklenburg (1524 - 1550) heiratete am 6.2.1556 Herzog Ulrich III. zu Mecklenburg - Güstrow. Mit ihrem segensreichem Wirken nahm sie Einfluß auf den Bau gepflasterter Straßen, auf die Bewaldung öder Landstriche wie z.B. die Heidberge (1573), Umbau des Klosters Rühn zu einem evangelischen Frauenstift mit der ersten Mädchenschule Mecklenburgs und finanzierte aus eigener Schatulle die umfassende Renovierung des Doms mit überdachtem Hochgang zum Schloß (1565 - 1568 ). Ihr Grab befindet sich im Dom.

E l i s a b e t h s t r a ß e

Sie wurde bereits 1890 unter diesen Namen geplant aber erst ab den 1930iger Jahren bebaut. Benannt nach der Herzogin Elisabeth (1524 - 1586).

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Herzog Heinrich Borwin II.

Heinrich Borwin II.

H e i n r i c h – B o r w i n – S t r a ß e

Die Straße und wurde 1922 angelegt. Benannt nach dem Fürsten der Wenden Heinrich Borwin II.

Er gründete die Stadt Güstrow um 1219 bis 1226 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. 1226 stiftete er schon auf dem Sterbebett liegend, den Dom als Kollegiatskirche.1228 erfolgte die Bestätigung des Schwerinschen Stadtrechts durch die Söhne Heinrich Borwin II, deshalb gilt dieses Jahr als erster Urkundenbeleg für die Civitas (= Bürgerschaft)

H e i n r i c h – B o r w i n – S t r a ß e

Die Straße und wurde 1922 angelegt. Benannt nach dem Fürsten der Wenden Heinrich Borwin II.

Er gründete die Stadt Güstrow um 1219 bis 1226 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. 1226 stiftete er schon auf dem Sterbebett liegend, den Dom als Kollegiatskirche.1228 erfolgte die Bestätigung des Schwerinschen Stadtrechts durch die Söhne Heinrich Borwin II, deshalb gilt dieses Jahr als erster Urkundenbeleg für die Civitas (= Bürgerschaft)

B o r w i n - B r u n n e n 

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Herzog Gustav Adolf (1633-1695)

Herzog Gustav Adolf ( 26.2.1633 - 26.10.1695 )

letzter Herzog des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow, bemühte sich, die zerrüttete Wirtschaft des Landes nach dem Dreißigjährigen Krieg zu beleben, gab französischen Bürgern (Hugenotten) Asyl, ließ das Torhaus mit Brücke zum Schloss erbauen und Schöninsel umgestalten. Mit seinem Tode erlosch die Herrscherhaus Mecklenburg-Güstrow.

G u s t a v – A d o l f – S t r a ß e von der Goldberger Straße stadtauswärts, als erste Straße rechts abzweigend und zur Wallensteinstraße führend, wurde sie 1929 angelegt. Benannt wurde die Straße nach Herzog Gustav Adolf (1633 - 1695) .

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Herzog Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein (1583 - 1634)

Wallenstein

W a l l e n s t e i n s t r a ß e

Benennung nach dem böhmischen Feldherrn Wallenstein, der von (1629-1632) kurze Zeit in Güstrow als Herzog von Mecklenburg herrschte.

Seit 2014 wird in Güstrow ein "Wallenstein Hoffest" auf dem Franz-Parr-Platz vor dem Güstrower Renaissance-Schloss gefeiert.  Güstrow gibt es ein "Schloss-Hotel Wallenstein". gegenüber des Schlosses (ehemaliges Krankenhaus)

  

Wilhelm Höcker (1886-1955)

Die Freiwillige Feuerwehr Güstrow gab sich am 06.10.1986 den Namen "W i l h e l m  H ö c k e r".

 Das  Wilhelm Höcker Hockey Turnier  wird zum Gedenken an den Güstrower Bürger und 1. Mecklenburgischen Ministerpräsidenten nach dem 2. Weltkrieg veranstaltet. 

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Friedrich Ludwig Jahn

Friedrich Ludwig Jahn

J a h n - S t a d i o n

Nach Turnvater Jahn benannter Güstrower Sportplatz am Ende Speicherstraße (Nordwesten der Stadt). 

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 Uwe Johnson (1934-1984)

Uwe Johnson wurde in Cammin/Pommern geboren und verstarb in Sheernes on Seas.  

Lebte zunächst in Anklam, ab 1946 in Güstrow, hat hier auch an der damaligen John-Brinckman-Oberschule das Abitur abgelegt. Studierte Germanistik in Rostock und Leipzig Die Güstrower Bibliothek führt den Namen Uwe -Johnson-Bibliothek. 

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Lorenz Karsten (1751-1829)

Lorenz Karsten

P r o f e s s o r – K a r s t e n – W e g

Die Bebauung erfolgte ab März 1998, benannt nach Prof. Lorenz Karsten (1751 – 1829).

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Georg Friedrich Kersting (1785-1846)

Georg Friedrich Kersting

Georg-Friedrich-Kersting-Schule (Heiliggeisthof)

K e r s t i n g s t r a ß e ,

Sie verbindet die Domstraße mit dem Domplatz und wurde 1579 als Kleine Schulstraße erwähnt. Diesen Namen trug sie bis 1933, dann wurde sie, nach dem in Güstrow geborenen Maler Georg Friedrich Kersting (1785–1847), in Kersting Straße umbenannt. 

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Christian Köster (.               ..)

Christian Köster

K ö s t e r s t r a ß e

Nach dem Besitzer Johann Christian Köster, der hier einst gelegenen Kösterwiese benannt.

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Johann Helmuth Krückmann (1793-1861)

Der Güstrower Lehrer Johann Helmuth Krückmann gründete 1860 die Krückmannstiftung (Arbeiterwohnungen für kinderreiche Familien mit kleinem Garten). Die Straße wurde 1860 angelegt und 1864 ihm zu Ehren zur Krückmannstraße benannt. Der Stifter starb 1861.

K r ü c k m a n n s t r a ß e

Sie wurde 1860 angelegt und an ihr die Wohnhäuser der Krückmannstiftung für kinderreiche Arbeiterfamilien errichtet. 1864 erfolgte die Namensgebung der Straße nach dem Stifter, Gründer der Gewerbeschule und Domschullehrer, Johann Hellmuth Krückmann (1793 – 1861).

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Klevenow (auch Clevenow)

K l e v e n o w s t r a ß e

Die Benennung erfolgte nach der alten Güstrower Familie, die seit 1418 mehrfach Bürgermeister, Sekretäre, Ratsherren stellte.  

Clevenow; Nicolaus, 1418 als Bürgermeister im Dienst der Stadt tätig. 

Clevenow, Christoph, 1520 als Bürgermeister im Dienst der Stadt tätig. 

Klevenow, Lorentz, von 1604 bis 1640, davon von 1630 bis 1640 als Bürgermeister im Dienst der Stadt tätig. 

Klevenow, Sigismund, von 1641 bis 1661 im Dienste der Stadt tätig

Clevenow, Lorenz, von 1669 bis 1700, davon von 1692 bis 1700 als Bürgermeiste im Dienst der Stadt tätig. 

Klevenow, Heinrich Christian  von 1757 bis 1789 im Dienst der Stadt tätig.

Diese Übersicht konnte nach Aufzeichnungen des Archivs der Stadt Güstrow "Heinrich Benox" erstellt werden, die auf Auswertung von Aufstellungen der städtischen Ämter von 1587-1728 u. 1729 -1800, den Erläuterungen zum Schoßbuch von 1503-1559 u. Adressbüchern von Herr Wilhelm Mastaler zusammengestellt wurden. 

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Karl Liebknecht (1871-1917)

Karl  Liebknecht

K a r l – L i e b k n e c h t – S t r a ß e

Nach dem Reichstagsabgeordneten der KPD, Karl Liebknecht (1871 – 1917 ) benannt.

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Franz Parr (1558-1586)

Franz Parr (1558 - 1586)

Im Jahr 1557 brannte der Südflügel der Güstrower Burg ab und bot so Herzog Ulrich die Gelegenheit, die alte Burg prächtig dem Rang ihres Besitzers entsprechend auszubauen. Für den Güstrower Neubau wurde der italienischstämmige Architekt Franz Parr (gest. 1580) aus Schlesien verpflichtet, der dort an dem von seiner Familie geleiteten Ausbau des Renaissanceschlosses in Brieg gearbeitet hatte. Ab 1558 entstand der Eingangsflügel auf der Westseite und die westliche Hälfte des zum Garten ausgerichteten Südflügels, und um 1565 war der Rohbau vollendet. Damals gab Franz Parr die Bauleitung ab und trat in die Dienste des schwedischen Königs; sein Bruder, der Bildhauer und Stuckateur Christoph Parr arbeitete aber noch bis 1570 in Güstrow, 

F r a n z - P a r r - P l a t z

 Das Schloss wurde von den Baumeistern Philipp Brandin und Franz Parr 1558 bis 1586 erbaut. Die Benennung des Platzes vor dem Schloss erfolgte um 1952.

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Gerd Oemcke ( ..........)

Gerd Oemcke

Gerd-Oemcke-Haus

Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Güstrow der Stadtteil Dettmannsdorf. Dort, am Suckower Graben 51, wurde 1937 das Gerd-Oemcke-Haus als Gemeindehaus gebaut. Auch für die Bewohner des um 1970 bis 2000 entstandenen Neubaugebietes Distelberg ist das Gerd-Oemcke-Haus Anlaufstelle. 

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Alexander Puschkin (1799-1837)

Alexander Sergejewitsch Puschkin 

P u s c h k i n w e g

Benennung der Straße in der Südstadt nach dem russischen Dichter Alexander Puschkin (1799 –1837 ) benannt.

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Friedrich Pogge (1791-1843)

Friedrich Pogge (1791-1843)

F r i e d r i c h – P o g g e – W e g

Die Straße im OT Bauhof wurde nach dem Reformer der Landwirtschaft Friedrich Pogge (1791-1843) benannt und 1996 angelegt.

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Fritz Reuter (1810-1874)

Fritz Reuter (1810 -1874)

F r i t z – R e u t e r – S t r a ß e

Die Straße wurde 1910 angelegt und nach Fritz Reuter (1810 –1874) benannt.

F r i t z - R e u t e r - S c h u l e

Grundschule ist eine der größten Güstrower Schulen und führt den Namen des niederdeutschen Schriftstellers seit 1991. Die Schule befindet sich in der Wendenstraße.

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Heinrich Schliemann (1822-1890)

Heinrich Schliemann

S c h l i e m a n n s t r a ß e

Erhielt 1945 den Namen des mecklenburgischen Altertumsforschers Heinrich Schliemann ( 1822 – 1890 )

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Johannes Schondorf (1833-1912)

Johannes Schondorf (1833-1912)

Organist, Dirigent, Chormeister, Komponist und Musikdirektor.

In der Kleinstadt Röbel wurde Schondorf 1833 geboren. Als er nach seiner Konfirmation die Schule verließ war er, wie er selbst später sagte, als Geiger und Flötist orchesterfähig. Er ging dann nach Rostock, um beim Organisten von St. Marien Sponholtz, das Orgelspielen zu erlernen. 1850 war er Schüler von Theodor Kullach (Musikpädagoge) in Berlin und besuchte dort das neu gegründete Konservatorium der Musik. Mit 22 Jahren wurde Schondorf 1855 Organist an beiden Kirchen in Neubrandenburg und stand bald im Mittelpunkt des Musiklebens als Organist, Klavierlehrer, Dirigent des Gesangvereins und als Kapellmeister. In Güstrow fand er ein breites Betätigungsfeld vor.

Seit 1867 war er Dirigent des ältesten Gesangsvereins Mecklenburgs (1819 gegründet) und hat ihn 40 Jahre geleitet. Zu Beginn des 20. Jh. fasste Schondorf die großen Güstrower Gesangsvereine zusammen und wurde Chormeister des Sängerbundes. Zu seinen Schülern gehören Gustav Havemann und Karl Adolf Martienssen. 1890 wurde Schondorf zum großherzoglichen Musikdirektor ernannt. Seinen größten Triumph feierte er beim 11. Mecklenburger Musikfest 1891, zu dem ein großer Teil seiner Lieder gesungen wurde.

 S c h o n d o r f s t r a ß e

Sie wurde 1910 angelegt und wurde nach dem Güstrower Musikdirektor Johannes Schondorf (1833 – 1912) benannt.

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Friedrich Schult (1889-1978)

Friedrich Schult 

F r i e d r i c h - S c h u l t – W e g 

Nennung nach dem Freund Barlachs und Zeichenlehrer „Lütten Schult“ am Gymnasium. 1997 wurde er durch die Stadtvertretung mit der Namensgebung geehrt.

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Willi Schröder (1897-1944)

Willi Schröder

W i l l i – S c h r ö d e r – S t r a ß e

Benannt nach einem mecklenburgischen Kommunisten Willi Schröder (1897-1944 ).

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Werner Seelenbinder (1904-1944)

Werner Seelenbinder

W e r n e r - S e e l e n b i n d e r - S t r a ß e

Benannt wurde die Straße 1977 nach Werner Seelenbinder, Arbeitersportler, Ringer

(1904–1944 )

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Heinrich Seidel (1842-1906)

Heinrich Seidel

S e i d e l s t r a ß e

Sie wurde 1934 -1935 als „Jehann – Marieken – Straße“ erbaut und 1945 in Seidelstraße umbenannt. Namensgeber war der Ingenieur und Schriftsteller Heinrich Seidel (1842 – 1906), der von 1866 bis 1868 in der Kählerschen Maschinenfabrik in Güstrow  tätig war.

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Sankt Jürgen

Heiliger Georg

S t .  J ü r g e n s – W e g

Weg am 1833 angelegten Friedhof vorbei zur Schwaaner Straße und seit dieser Zeit auch so benannt. In der Nähe befand sich das St. Jürgen Hospital, am 23. März 1313 urkundlich erstmals erwähnt.

(Im Niederdeutschen bedeutet Sankt Georg = Sankt Jürgen). Der Heilige Georg kämpfte gegen Drachen. 

Die älteste Glocke der Pfarrkirche  (gegossen 145) zeigt den Kampf des Heiligen Georg mit dem Drachen. Diese Glocke könnte schon im Sankt Jürgen Hospital gedient haben.

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Mitglieder der  Familie Spalding die im Dienst der Stadt standen. 

Spalding, Thomas von 1735 bis 1767, davon von 1749 bis 1767 als Bürgermeister im Dienst der Stadt tätig.

Spalding, Dr. Joachim Heinrich von 1745 bis 1800, davon 1751 bis 1800 als Bürgermeister im Dienst der Stadt tätig.   

S p a l d i n g s p l a t z

Hier hat früher der große Ackerhof der Ratsherrenfamilie Spalding gelegen. 

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Lew Tolstoi (1828 –1910)

Lew Tolstoi (1828 –1910)

T o l s t o i w e g

1961 nach dem russischen Dichter Leo N. Tolstoi  (1828 –1910), benannt. 

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Ernst Thälmann (1886-1944)

Ernst Thälmann (1886 - 1944)

E r n s t -  T h ä l m a n n – S t r a ß e

Die Straße erhielt zunächst den Namen Friedrich – Franz – Straße, nach Großherzog F.- F. II ( 1823 – 1883 ). 1946 erfolgte die Umbenennung in Ernst – Thälmann – Straße, nach den Arbeiterführer Ernst Thälmann ( 1886 – 1944 ).

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Friedrich Trendelenburg (1844 - 1924)

Friedrich Trendelenburg (1844 - 1924)

F r i e d r i c h – T r e n d e l e n b u r g – A l l e e

Die Zufahrt zum neuen Krankenhaus und wurde 1997 erbaut. Benannt nach dem Chirurgen Friedrich Trendelenburg ( 1844 – 1924 ), Professor u.a. in Rostock.

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Carl Heinrich Christoph Trotsche (1769-1836)

T r o t s c h e s t r a ß e

Die  Benennung erfolgte nach Carl Heinrich Christoph Trotsche ( 1769 –1836), der 1792 der Jüngste Senator war. 1814 zweiter Bürgermeister und 1823 erster Bürgermeister der Stadt. Trotsche erhielt 1821 den Titel „Geheimer Hofrat“.

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 Johann Wolfgang von Goethe (1849-1832)

Johann Wolfgang von Goethe

G o e t h e p l a t z

1864 wurde der Platz zu Ehren der Großherzogin Anna (1843 – 1865) „Annenplatz“ benannt. 1949 erfolgte die Umbenennung in „Goetheplatz“. 

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 Johann Heinrich von Thünen (1783-1850)

Johann Heinrich von Thünen

T h ü n e n  W e g

Die Straße wurde 1996 nach Johann Heinrich von Thünen ( 1783 – 1850 ) benannt.

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Karl August Voß (1852-1937)

V o ß s t r a ß e

Früher Horst – Wessel – Straße, 1945 erfolgte die Umbenennung in Voßstraße nach dem Eigentümer des Baugeländes und dort ansässigen Gärtnereibesitzers Karl August Voß (1852 – 1937).

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Richard Wossidlo (1859-1939)

Richard Wossidlo

W o s s i d l o s t r a ß e

1935 / 36 angelegt und bebaut trug sie bis 1945 den Namen „Kiek na Vör“. 1945 wurde sie nach Richard Wossidlo

(26.01.1859 – 04.05.1939), dem großen mecklenburgischen Volkskundler benannt.

Regionalschule  R i c h a r d  W o s s i d l o  Güstrow

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Karl Heinz Robrahn (1913 - 1987)

Am 20.08.1913 in Warnemünde geboren, besuchte er später bis 1930 das Gymnasium in Güstrow. Er absolvierte danach eine Lehre als Bankkaufmann und arbeitete in diesem Beruf bis 1947. Danach war er Buchhalter und Betriebsleiter. Ab 1957 war er freier  Schriftsteller. Die Gedichtbände "Herz in Gott" und "Gesang des Lebens " sind Werke von ihm. (Text in Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)

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Clara Zetkin (1857-1933)

Clara Zetkin (1857 – 1933 ) war Sozialistin und Frauenrechtlerin.

Die Clara-Zetkin-Straße ist die auf der Höhe des Landesamtes für Umwelt Natur und Geologie von der Goldberger Straße in südlicher Richtung verlaufende Straße.