Max Figurski (1910-1982)

Max Figurski, Holzbildhauer und Kunsthandwerker wurde in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Bromberg (Bydgoszsz) geboren und wuchs in Berlin auf. 1924 zog die Familie wieder in die ursprüngliche Heimat zurück. F. wurde zum Orchestermusiker ausgebildet und erhielt dort auch seine Ausbildung zum Holzbildhauer. Das Leben des Max Figurski verlief sehr bewegt. Er wurde als Deutscher in die polnische Armee eingezogen, verlor fast vollständig sein Gehör nach einer Detonation, geriet in deutsche Kregsgefangenschaft, wurde Dolmetscher und konnte schließlich zwischen 1941 und 1945 wieder in seinem Beruf als Holzbildhauer arbeiten. Infolge des Kriegsendes vertrieb es die Familie nach Mecklenburg. Erst lebte sie in Hinzenhagen bei Krakow am See und später in der Güstrower Mühlenstraße. 
Max Figurski arbeitete über 50 Jahre in seinem Beruf, restaurierte und schuf umfangreich selbst neue Werke. So fertigte er in den Jahren 1973/75 die sechs neuen mannshohen Säulen ( Hermenpilaster) aus 400 Jahre altem Eichenholz für die Laterne der berühmten Wismarer Wasserkunst, die von Philipp Brandin zwischen 1580 bis 1602 auf dem Marktplatz errichtet wurde.

Die künstlerische Leistung Max Figurskis wurde durch die Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt Wismar gewürdigt.
Für sein gesamtes holzkünstlerisches Wirken erhielt er den Titel "Anerkannter Kunsthandwerker" durch das Ministerium für Kultur der DDR. Er gestaltete Orgelemporen, fertigte Reliefs in Schiffskajüten, schnittzste Stadtwappen und Reliefs von Personen.
Er fertigte zur Resraurierung die Guss-Vorlage für das Schwert des Stadtgründers am Borwin Brunnen in Güstrow.
Eine hohe Wertschätzung für seine künstlerische Tätigkeit erfuhr Max Figurski durch die Aufhängung eines von ihm gestalteten und kunstvoll gerahmten Porträts-Reliefs des großen Bildhauers Barlach im Ernst-Barlach-Theater. Auf dem Rahmen des Bildes befindet sich eine kleine Messingtafel mit der Inschrift - Arbeit des Holzbildhauers Max Figurski nach dem Selbstbildnis Ernst Barlachs von 1928-.
Das Holzbildwerk ist wahrscheinlich anlässlich der Neueröffnung des Theaters als Ernst-Barlach-Theater von der Stadtverwaltung für das Theater erworben worden.