Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Großer Bockhorst bei Güstrow

Die Einweihung des Denkmals für die verstorbenen Kameraden erfolgte zum 20.04.1918 durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und bezahlt.
In dem Lager nahe Güstrows lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.
(Güstrow hatte seinerzeit 19 000 Einwohner)
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte 1921. (Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus dem Elsass und Oberschlesien genutzt.)

Nach nunmehr nahezu 90 Jahren (2006) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.
Der Förderverein Güstrow e. V. hat sich um die Erhaltung der Reste des Denkmals im Auftrage der Stadt Güstrow bemüht.