Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße

Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes 1959 wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen eine zentralen Platz einnimmt.

Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.

Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung un breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.

Die Brunnenschale hat eine Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca 12 cm hoch ist und eine Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton.   

Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten  Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigem Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.

Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“ geschrieben steht. Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu  DDR-Zeiten und  auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.