Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow

Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960

Das am 12.09.1960, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:
Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt. Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neuen Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.
Bild