Ehren-Grabstätte des Ministerpräsidenten von Mecklenburg, Wilhelm Höcker, auf dem Güstrower Friedhof

Wilhelm Höcker (* 1886 † 1955) stammte aus einer Tagelöhnerfamilie, die unter großen Entbehrungen ihrem Sohn die Kaufmannslehre ermöglichte. Er unterhielt später ein Tabakgeschäft in Güstrow Ecke Hageböckerstr. / Krönchenhagen. 1911 übernahm er in Güstrow den Aufbau der Konsumgenossenschaft. Er war politisch in der SPD organisiert und war vor 1933 Landrat in Güstrow und Präsident des Landtags in Schwerin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er von der Sowjetischen Militäradministration für Deutschland (SMAD) auf Vorschlag von Marschall Shukow zum 1. Präsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das ab 1947 nur noch Mecklenburg hieß, ernannt. Von Dezember 1946 bis 1951 amtierte er als gewählter Ministerpräsident. Höcker wechselte 1946 von der SPD zur SED.
Der Güstrower Wilhelm Höcker hatte großen Anteil an der antifaschistischen Umgestaltung Mecklenburgs.