1933:

Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)