1939:

Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36)
Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. 
Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.