1941:

20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma Gebr. Sommerkamp, während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv geräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Broncefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)