1953:

Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand.
Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht.
An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59)
Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am  23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß:
„Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiß zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61)