Das großherzogliche mecklenburgische Wappen

Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.
Es erinnerte an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab 1815 die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.

Die Felder hatten folgende Bedeutung:
1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.
2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.
3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.
4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.
5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.
6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.
7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.

Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.
Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam

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