Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg

Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:

Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 Wir bauten 1964 G. W. 97

Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er 1766 die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen).
„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.

Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling 1997 bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.

Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.

 

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