Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün Gold Güstrow

Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese 1989 in dem Ausstellungsraum gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten Firmeninhaber Werner Bruchhäuser und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.
Wir haben nach den beiden Künstlern, Leni Menge (inzwischen Schamal) und Ernst Löber, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.

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